Brutblatt-Arten: alle Kalanchoe-Arten im Vergleich

Kurz gesagt: Als Brutblätter bezeichnet man Kalanchoe-Arten, die an ihren Blatträndern fertige Jungpflanzen bilden. Die häufigsten Arten im Handel sind Kalanchoe daigremontiana, laetivirens, pinnata, delagoensis, × houghtonii und serrata. Sie unterscheiden sich vor allem in Wuchshöhe, Blattform und darin, ob die Kindel von selbst entstehen oder erst nach dem Abtrennen eines Blattes.

Alle Brutblatt-Arten im Vergleich

ArtWuchshöheBlattformKindelFür wen
K. laetivirens20–40 cmbreit, herzförmig, saftig grünam ganzen Blattrand, von selbstEinsteiger, kleine Fensterbank
K. daigremontiana60–100 cmschmal, dreieckig, braun geflecktam ganzen Blattrand, von selbstder Klassiker
K. pinnata100–200 cmelliptisch, gekerbt, rot berandeterst nach Abtrennen des Blattesdie echte Goethepflanze
K. delagoensis60–80 cmfast röhrenförmig, geflecktnur an der Blattspitzeauffälligste Blüte
K. × houghtoniibis 100 cmschmal, leicht eingerolltsehr zahlreichHybride aus zwei Arten
K. serrata40–80 cmlanzettlich, fein gesägtin den Blattkerbenfiligrane Optik
K. Pink Butterflies60–90 cmschmal, mit rosa Kindelnrosa, nicht lebensfähigSammler, viel Licht nötig
K. tomentosabis 45 cmlöffelförmig, silbrig behaartkeine, BlattstecklingePanda-Pflanze, samtig
K. beharensis100–300 cmdreieckig, gewellt, samtigkeine, BlattstecklingeSolitär, Elefantenohr

Welches Brutblatt ist das richtige für mich?

Kurz gesagt: Für die normale Fensterbank ist die Kalanchoe laetivirens die beste Wahl, weil sie mit 20 bis 40 Zentimetern kompakt bleibt und zuverlässig Kindel bildet. Wer den bekannten Look mit gefleckten Blättern sucht, nimmt die daigremontiana. Für Goethe-Fans ist die pinnata die historisch richtige Art.

Wenn Sie sich nicht entscheiden können, lohnt sich ein Blick auf das Brutblatt Sammler-Set, das die drei bekanntesten Arten kombiniert. So sehen Sie direkt nebeneinander, wie unterschiedlich sich die Arten entwickeln.

Warum bekomme ich bei manchen Arten Blätter statt Brutknospen?

Kurz gesagt: Weil nicht jede Art ihre Kindel spontan bildet. Die daigremontiana, laetivirens und delagoensis tragen fertige Jungpflanzen am lebenden Blatt – hier lassen sich einzelne Brutknospen abnehmen und versenden. Die pinnata und die serrata dagegen treiben erst aus, wenn ein Blatt abgetrennt wird. Deshalb werden diese Arten als ganze Blätter geliefert.

Welche Brutblätter sind am pflegeleichtesten?

Kurz gesagt: Am unkompliziertesten sind Kalanchoe laetivirens, daigremontiana und delagoensis. Sie verzeihen Trockenheit, wachsen schnell und vermehren sich von allein. Deutlich anspruchsvoller ist die Sorte Pink Butterflies, deren rosa Kindel kein Chlorophyll besitzen und die sehr viel Licht braucht. Auch die behaarten Arten tomentosa und beharensis sind heikler, weil Wasser auf den Blättern zu Flecken und Fäulnis führt.

Gemeinsam ist allen Arten: Sie brauchen durchlässige Kakteenerde, eine Drainage gegen Staunässe und deutlich weniger Wasser, als man denkt. Details stehen im Brutblatt-Pflege-Ratgeber.

Sind alle Brutblatt-Arten giftig?

Kurz gesagt: Ja. Alle Kalanchoe-Arten enthalten Bufadienolide, also herzwirksame Glykoside. Am höchsten ist der Gehalt bei der Kalanchoe delagoensis, die in Australien als Ursache von Vergiftungen bei Weidetieren bekannt ist. Katzen, Hunde und Kleintiere reagieren empfindlich. Ausführlich dazu: Ist das Brutblatt giftig?

Alle Arten im Shop

Im Brutblatt-Shop finden Sie unser komplettes Sortiment. Direkt zu den einzelnen Arten: Kalanchoe laetivirens, Kalanchoe daigremontiana, Kalanchoe pinnata, Kalanchoe delagoensis, Kalanchoe × houghtonii, Kalanchoe Pink Butterflies, Kalanchoe tomentosa und Kalanchoe beharensis.

Warenkorb
Nach oben scrollen
Scroll to Top
Unabhängig geprüft
119 Rezensionen